Gewerbesteuerrechner

Business Management

Gewerbesteuerrechner: Berechnung und Erklärung

Unser Gewerbesteuerrechner liefert Auskunft über die ertragsabhängige Gewerbesteuer, die Personen- und Kapitalgesellschaften an die Kommune entrichten müssen, in der sie ihren Sitz haben.

Diese Steuer wird für jede Zweigstelle umsatzabhängig erhoben. Da die Einkünfte eines Unternehmens mit mehreren Zweigstellen in der Regel insgesamt erfasst werden, erfolgt eine Zerlegung des Gewerbesteuermessbetrages. Der Umsatz wird (nach einer Schätzung) anteilig auf die einzelnen Zweigstellen umgelegt. Die Kommune der entsprechenden Zweigstelle erhebt auf den Zerlegungsbetrag ihre Gewerbesteuer entsprechend ihres eigenen Hebesatzes.

Höhe der Gewerbesteuer

Die Höhe der Gewerbesteuer beträgt mindestens 7 % des Unternehmensertrags. 

Praktisch ist für die Höhe der Hebesatz der Kommune maßgeblich. Den Hebesatz darf jede Kommune selbst festlegen, er beträgt mindestens 200 %. Die Besteuerung der Gewerbeunternehmen erfolgt nach dem Einkommensteuerrecht. 

Freiberufler und nichtgewerblich Selbstständige zahlen keine Gewerbesteuer. 

Kapitalgesellschaften unterliegen grundsätzlich der Gewerbesteuer. Land- und Forstwirtschaftsbetriebe werden nur bei Eintrag im Handelsregister besteuert beziehungsweise bei einem Umsatz mit gewerblichen Dienstleistungen über 5.000 Euro. 

Für natürliche Personen (oder Personengesellschaften) gilt dabei ein Freibetrag von 24.500 Euro. 

Die Gewerbesteuer wird mit dem Anrechnungsfaktor 3,8 des Messbetrages auf die Einkommensteuer angerechnet. Das bedeutet, dass bis zum Hebesatz von 380 % die Gewerbesteuer durch die Gegenrechnung zur Einkommensteuer keine finanzielle Belastung darstellt. 


Hinzurechnungen und Kürzungen bei der Gewerbesteuer

Der Gewerbesteuerrechner berücksichtigt auch Hinzurechnungen und Kürzungen. 

Der Gewinn wird nach Abzug des Freibetrages von 100.000 Euro um ein Viertel der Finanzierungsaufwendungen erhöht (Entgelte für Renten, Dauerschulden und dauernde Lasten, die Hälfte aller Miet- und Pachtzinsen, Gewinnanteile von stillen Gesellschaftern). Das spielt nur für größere Unternehmen eine Rolle.

 Gemindert wird der Gewinn um Kürzungen wie Anteile des Grundbesitzes, Gewinnanteile von Personen- und Kapitalgesellschaften, Spenden sowie Miet- oder Pachtzinsen.

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